QualyTaten Stiftung
Samstag, den 10. Juli 2010 um 21:11 Uhr
Die QualyTaten Stiftung Peter Raum fördert die Mitgliedschaft in der International Guide Dog Federation! In ihrem Bestreben, sich für eine bessere Qualität in der Blindenführhund-Ausbildung einzusetzen, übernimmt die Stiftung ab 2010 für die JUG-Mitgliedschulen alle Kosten, die durch die IGDF-Mitgliedschaft anfallen. Kosten entstehen den Mitgliedern durch Aufnahmegebühr oder Jahresbeitrag, durch die Betriebsprüfungen, die alle fünf Jahre stattfinden, sowie durch die Teilnahme an den alle zwei Jahre stattfindenden Weiterbildungsseminaren.
Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung und die Anerkennung unserer langjährigen Mitgliedschaft und danken Herrn Peter Raum ganz herzlich!
Auszug aus dem Programm der QualyTaten Stiftung Peter Raum:
"Führhundausbilder haben keine einheitlichen Berufsausbildungs-Standards, die eine höchstmögliche Sicherheit in der Tierausbildung gewährleistet. Der Gewerbeschein alleine reicht als Kompetenznachweis.
Blinde haben keine Lobby. Sie müssen mit dem zufrieden sein, was ihnen der freie Züchtermarkt bietet. Ist ein Tier erst einmal seinem Blindenführhundhalter ans Herz gewachsen, ist meist die emotionale Bindung so groß, dass die Tierliebe die gefährlichen Unzulänglichkeiten des Tieres in Kauf nimmt.
Krankenkassen gehen bei uns einfach nur den kostengünstigsten Weg. Sie akzeptieren Hunde, deren Ausbildung oft ungeprüft und unzureichend ist.
Hunde werden vom Zuchtmarkt im Schnellverfahren „produziert“ und viel zu selten nachhaltig auf Eignung geprüft. Wird ein Tier krank oder zu alt, gibt es keinerlei geregelte Maßnahmen, die ihm dann ein angenehmes und würdiges Hundeleben nach dem Dienst ermöglichen.
Wir nehmen den Kampf auf gegen die miesen Standards bei uns in Deutschland.
Selbst bei reinrassigen Tieren ist aus einem Wurf nur jeder 5. Welpe geeignet, vielleicht einmal ein guter Führhund zu werden. Denn, wie beim Menschen, haben auch Hunde verschiedenste Charaktereigenschaften. Die Beurteilung einer Eignung zur Ausbildung setzt hohe Kenntnis und langfristige Beobachtung voraus – Zeit, die wie immer auch Geld kostet.
Anders als bei sonstigen Hundezuchten, wo die Welpen bereits nach der 8. Woche abgegeben oder verkauft werden, leben die von uns geförderten Jungtiere idealerweise lange und spielerisch in der Obhut ihres Betreuers, ehe die ersten Ausbildungsschritte gemacht werden können.
Andere machen’s weitaus besser.
Die Standards in Großbritannien sind dagegen beispielhaft und sollten auch bei uns das Maß der Dinge werden. Das ist unser Ziel.
Dafür will die QualyTaten Stiftung sorgen, genauso wie für die Optimierung artgerechter Tierhaltung. Denn nur unter besten Bedingungen wachsen Lehrer und Hund optimal zusammen."



